Die Idee des Identiphy-Projekts

Wie kann man Teilnehmende der PhysikOlympiade optimal fördern? Diese Frage stellen wir uns und wollen sie mit Identiphy beantworten!

Identiphy kombiniert ein Förderprojekt mit einer Forschungsstudie. Dadurch können Teilnehmende durch verschiedene Fördermaßnahmen in ihrem Engagement in der PhysikOlympiade gestärkt werden, und gleichzeitig kann erforscht werden, ob und wie die Fördermaßnahmen noch verbessert werden können.

Das Förderprojekt Identiphy – Informationen für Teilnehmende der PhysikOlympiade
Zusätzlich zur Teilnahme an der PhysikOlympiade können Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch an Identiphy teilnehmen.
Identiphy soll die erfolgreiche Teilnahme an der PhysikOlympiade unterstützen und jeden Teilnehmenden stärken, damit alle möglichst weit in der PhysikOlympiade kommen.
Die Teilnahme an Identiphy erfolgt auf folgende Weise:

  1. Es wird Wochenendseminare geben. Um allen Teilnehmern der Wochenendseminare einen möglichst kurzen Anreiseweg zu ermöglichen, werden diese an den vier Standorten Kiel, Potsdam, Bochum und Würzburg angeboten. Die Kosten für das Seminar werden übernommen, die Teilnahme ist also für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin kostenlos. Hier werden Übungsaufgaben bearbeitet und zusätzlich an der Forschungsstudie teilgenommen.
  2. Im Anschluss an die Seminare werden Online-Aufgaben zur Verfügung gestellt, die die Teilnehmer durchführen. Hierdurch kann das Erlernte aus den Seminaren noch vertieft werden. Das Online-Angebot ist auf zwei aufeinanderfolgende Termine verteilt.

Das Forschungsprojekt Identiphy: Informationen für Forscherinnen und Forscher
Identiphy kombiniert ein Förderprojekt im Rahmen der PhysikOlympiade mit einer Forschungsstudie, welche die Wirksamkeit der eingesetzten Fördermaßnahmen evaluiert. Das Ziel der Fördermaßnahmen ist es, neben der Vermittlung von förderlichen Inhalten zur Meisterung der PhysikOlympiade, die Problematik der geringen Frauenanteile gegenüber großen Männeranteilen in physikalischen Berufen und Studiengängen anzugehen. Im Jahr 2017 betrug beispielsweise der Frauenanteil unter allen Physik-Fachstudiengängen und Studiengängen mit Schwerpunkt Physik in Bachelorstudiengängen 21% und in Masterstudiengängen 20% (Konferenz der Fachbereiche Physik, 2017).
Auch in extracurricularen Fördermaßnahmen wie z.B. der PhysikOlympiade zeigt sich dieses Geschlechterverhältnis. Neben geringeren Teilnehmerzahlen zeigt sich hier auch ein höherer Drop-Out für junge Frauen, der überproportional höher als der der Männer ist. Da sich die PhysikOlympiade wie auch vergleichbare Wettbewerbe die Förderung junger physikinteressierter Schülerinnen und Schüler als Ziel gesetzt hat, stellt sich angesichts der Zahlen die Frage, wie eine genderinklusive bzw. –gerechte Förderung gelingen kann.
Die Fördermaßnahmen, welche zur Stärkung und Förderung der weiteren Entwicklung einer Identität in der Physik forschungsbasiert entwickelt und speziell für den Kontext der PhysikOlympiade adaptiert wurden, zielen darauf ab, insbesondere junge Frauen in dieser Entwicklung zu unterstützen. Das Forschungsprojekt evaluiert die einzelnen Fördermaßnahmen auf ihre Wirksamkeit, um so eine möglichst förderliche Kombination der Maßnahmen zu bestimmen. Dennoch werden nicht nur die Teilnehmerinnen sondern auch die Teilnehmer von Identiphy die Fördermaßnahme vollständig durchlaufen und so ebenfalls von den Inhalten profitieren können.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und gehört der Projektgruppe „Komm, mach MINT!“ an. Das Ziel dieser Projektgruppe ist die Förderung von Mädchen und Frauen in ihrem Interesse an MINT-Berufen und Studiengängen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.